Eigenschaften

Hydraulikzylinder können sehr hohe Kräfte auf engstem Raum erzeugen. Die dazu benötigte Energie muss jedoch über einen externen Druckerzeuger bereitgestellt und dem Hydraulikzylinder über Druckleitungen zugeführt werden. Die erforderlichen Aggregate, Steuergeräte und Zuleitungen beanspruchen ihrerseits Raum. Der Bauraumvorteil des Hydraulikzylinders gegenüber anderen Lösungen beschränkt sich somit auf das Kraft erzeugende Bauteil.

Der Verfahrweg eines Hydraulikzylinders ist konstruktionsbedingt linear und nach oben hin begrenzt. Die Hübe für Hydraulikzylinder im Standardbereich liegen zwischen 1 mm und 2000 mm. Für Sonderanwendungen stehen allerdings auch Hydraulikzylinder mit wesentlich längerem Hub zur Verfügung. Meist sind es diese Einschränkungen des Verfahrwegs, die gegen einen grundsätzlich möglichen Einsatz von Hydraulikzylindern sprechen. Die auf dieser Seite beschriebenen Blockzylinder finden Anwendung im Hubbereich bis etwa 500 mm.

Nach einer gewissen Einsatzdauer kann an einem Hydraulikzylinder Leckage auftreten. Selbst wenn ein Zylinder augenscheinlich dicht ist, muss immer mit einem Schmierfilm am Austritt der Kolbenstange gerechnet werden. Austretendes Öl kann beispielsweise in der Lebensmittelherstellung oder auch bei der Kunststoffverarbeitung mit hoch empfindlichen Spritzgussformen sehr schwerwiegende Folgen haben. Lecköl-Auffangsysteme lösen zwar das Problem, wirken sich jedoch in erhöhtem Platzbedarf und Kostenaufwand aus. Dies muss beim Einsatz von Hydraulikzylindern beachtet werden.

Für den Einsatz von Hydraulikzylindern spricht, dass von geerdeten Zylindern wegen der äußerst geringen elektrischen Aufladung keine Explosionsgefahr ausgeht. Bei einer Erdung des Zylinders ist deshalb keine ATEX Zulassung erforderlich.